Einmal krank = dreimal krank

Man, was für eine Woche???

Meine 24-h Freizeit wird vorzeitig beendet als der Mann am frühen Sonntagmorgen mit fieberndem Kind in der Tür steht. Schneller als der Flash bin ich zurück in meinem Mama-Kümmer-Modus. JAAAAA, das fühlt sich doch wieder richtig an!!!

Montag: Ab sofort wird noch mehr gekuschelt, gewiegt & gesungen und weil das Kind so viel schläft, läuft Mami zu Höchstform auf. Es wird gesportelt, gebastelt, geputzt und gekocht. Ich weiß gar nicht, warum andere Mütter sich immer über die kranke Familie beschweren. Ist doch schön sich kümmern zu können und anstrengend war das ja nun bis jetzt auch nicht.

Der angenehm ruhige und kuschelige Tag wird gefolgt von einer aufregenden Nacht. Erst schläft das Kind im eigenen Bett, dann liegt es wach und weinend bei Mama und Papa. Der Mann zieht gegen 01 Uhr samt Bettdecke ins Kinderzimmer um, Mama und Kind schlafen nach einem der gefühlten 100 Spaziergänge durch die Wohnung auf dem Sofa im Wohnzimmer ein. Naja, das war jetzt nicht gerade ne Traumnacht.

Dienstag: Der Mann ruft von der Arbeit aus an: „Ich fühl mich so schlapp. Ich mach jetzt Feierabend.“  Der ist bestimmt nur müde von der letzten Nacht, denke ich erst. Als das Häufchen Elend aber in der Tür steht, befürchte ich schon, dass ich ab jetzt alleinerziehend mit zwei kranken Kindern bin.

Mittwoch: Nun betüddel ich also zwei Heulbojen. Der Mann verschanzt sich nach dem Frühstück zum Glück schniefend im Schlafzimmer, weil das Babygewimmer zu sehr auf die Schläfenlappen drückt. Ich zieh mich um 10 Uhr das erste Mal um, weil mein schwarzes Shirt aussieht, als hätten sich darauf ein paar Schnecken im Labyrinth verlaufen. Um zwölf Uhr folgt ein zweiter Outfitwechsel, nachdem das Kind mein weißes Shirt mit Tomatensoße vollgekotzt hat. Zwischendurch prüfe ich, ob der Mann noch atmet (so ruhig und wenig fordernd wie er ist) und beneide ihn ein wenig, wenn ich ihn da so friedlich schlafend beobachte. Das kleine Kind meint heute zur Abwechslung, es hätte in den letzten Tagen genug geschlafen, obwohl es ständig im sitzen umfällt. 5-Minuten Powernap und weiter nörgeln heißt unser Nachmittags-/Abendprogramm. Der Mann verdrückt sich immer wieder schnell ins Bett, wenn die Geräusche der kleinen Miesepetra ihm zu viel werden. Als das Kind endlich im Bett ist, mache auch ich drei Kreuze. Langsam werde ich ein wenig müde.

Donnerstag: siehe oben. Allerdings dusche ich lieber gar nicht erst und belasse es bei Jogginghose und vom Kind „liebevoll dekorierten“ Shirt von gestern. Da ich beim Erklingen der Spieluhr abends selbst fast wegtrete, entschließe ich mich, die Bude ihrem Schicksal zu überlassen und gehe direkt ins Bett.

Freitag: Ich glaube ich werde krank! Den Mann beneide ich plötzlich nicht nur ein wenig. Nein, ich möchte ihn am späten Vormittag aus dem Bett zerren, vor die Tür zum Kind scheuchen und mich stattdessen im Schlafzimmer einsperren. Gegen Mittag ziehe ich das Badezimmer aber zunächst vor (und das nicht zum relaxen). Die kleine Heulboje lechzt heute natürlich nach Unterhaltung und will bespaßt werden. Scheinbar ist wenigstens sie auf dem Weg der Besserung. Den Nachmittag über liegen der Mann und ich in der Kuschelecke des Kinderzimmers. Wir bemitleiden uns gegenseitig und spielen Schnick-Schnack-Schnuck. Der Verlierer muss sich mindestens zehn Minuten so gut aufs Kind zu konzentrieren, dass ihm nichts passiert und sich bereit erklären aufzustehen, wenn es weint. Irgendwie schaffen wir es, den Tag zu überstehen und das Kind ins Bett zu stecken. Ich könnte heulen, bei dem Gedanken daran noch so einen Tag überstehen zu müssen.

Samstag (Valentinstag): Romantisches Frühstück, netter Familienausflug, abends Essen bestellen, wenn die kleine Maus schläft. Das war der Plan. Mann und Kind frühstücken alleine, die ganze Familie fliegt danach ins heimische Bett aus, Essen bestellen fällt aus, weil Mann und Kind ab nachmittags scheinbar synchronspeien üben. Das ist die Realität. Mir gehts wieder gut, trotzdem könnte ich kotzen. HAPPY F****ING VALENTINESDAY!!!

Sonntag: Die Fraktion „gesund“ hat ein weiteres Mitglied gewonnen. Das Kind gluckst und quikt wieder vor Freude, nur der Mann hängt immer noch ein wenig durch. Nachmittags fragt er allerdings nach dem Pizzadienst und mir geht das Herz auf, denn ich weiß: Nun wird alles wieder gut!!!

3 Gedanken zu “Einmal krank = dreimal krank

    • Danke uns geht es wieder gut. Das Kind versteht nur noch nicht, warum das 24-Std. an Mama kleben nun auf einmal wieder vorbei sein soll 🙂 Ich hoffe ihr habt es auch geschafft und vor allem du (wahrscheinlich ohne Medikamente) bist wieder fit für den Endspurt!

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