#regrettingmotherhood – mein Senf dazu

Ich will etwas dazu schreiben… Ich muss einfach!!! Es lässt mich nicht in Ruhe, seit einer Woche nun schon. Wovon ich rede? #regrettingmotherhood – Es bereuen Mutter geworden zu sein und sich gegen Kinder zu entscheiden, wenn man die Zeit nochmal zurückdrehen könnte. Harte Worte, selbst, wenn ich sie nur aufschreibe. Angefangen hat alles mit diesem Artikel der SZ.

Als ich den Hashtag das erste Mal entdeckte, wurde mir ziemlich mulmig und ich habe Minuten lang gezögert, dem Link zu folgen. Ich ahnte irgendwie, dass ein Meer an Emotionen mich erwartete, wenn ich weiterlesen würde. Inzwischen habe ich zig Artikel, Posts, Kommentare und verschiedenste Meinungen dazu gelesen. Jeden Tag etwas neues und jeden Tag ist meine Sichtweise danach eine andere. WRITE, DELETE, REPEAT heißt es seitdem.

Doch nun glaube ich zu wissen, was ich denke, fühle und sagen möchte.

Zu meinen eigenen Muttergefühlen muss ich nicht viel schreiben. Ich liebe mein Kind und auch mein Dasein als Mutter. Dass ich trotzdem gerne darüber jammere und vor allem mit meiner Gefühlswelt manchmal des Öfteren überfordert bin, ist kein Geheimnis. Ich lasse ja auch keine Gelegenheit aus, hier darüber zu berichten.

Das Thema ergreift mich in vielerlei Hinsicht. Zum einen empfinde ich ein tiefes Mitgefühl für die Frauen, denen das Mutterglück trotz Kinder abstinent bleibt. Träfe ich eine von Ihnen, würde ich fragen, fragen und nochmals fragen – aus reiner Neugier und ohne Vorurteile. Lese ich Kommentare wie „Man weiß doch vorher, worauf man sich da einlässt“ oder „Warum bekommt man dann überhaupt Kinder?“ kann ich nur den Kopf schütteln. Quatsch, ich muss oft sogar tief Luft holen, damit mein Adrenalinspiegel nicht ins unermessliche steigt. Was für ein Bullshit!!! Natürlich weiß man, dass anstrengenden Zeiten auf einen warten. Und ja… jedem ist auch vorher klar, dass man selbst zurückstecken muss, sobald ein Kind da ist. Doch wie und ob es sich richtig ANFÜHLT, wenn es soweit ist, das kann doch NIEMAND im Voraus planen. So ist das halt mit GEFÜHLEN!!!

Ich glaube auch nicht, dass es sich bei diesen Frauen automatisch um egoistische Rabenmütter handelt, die ihren Kindern das Gefühl geben, unerwünscht zu sein. Ich kann mir zwar selbst schwer vorstellen, wie diese Mütter das meistern. Aber da ich selbst noch nie in so einer Situation war oder je eine der besagten Frauen kennengelernt habe, würde ich es nicht wagen so über sie zu urteilen, wie einige es tun.

Liebe (hauptsächlich) Damen!!! Seid doch einfach dankbar, wenn ihr im Mutterglück badet. Erkennt durch diese neuen und mutigen Geständnisse, dass es nicht selbstverständlich zu sein scheint, diese Gefühle zu empfinden. Habt ihr schonmal darüber nachgedacht?

#regrettingmotherhood? Auf keinen Fall, nicht heute, nicht morgen und auch nicht in 5 oder 10 Jahren. Aber das ist nur MEIN GEFÜHL!!!!

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