Mehr Bewegung im neuen Jahr – Gute Vorsätze mit ReimaGO

Dass sich Kinder heutzutage zu wenig bewegen, hört man ja immer häufiger. Die finnische Marke Reima hat es sich deshalb zur Mission gemacht, ihnen nicht nur die richtigen Outfits für Outdoor-Aktivitäten zur Verfügung zu stellen, sondern auch zu mehr Freude an Bewegung im Freien zu motivieren. Wie? Mit dem speziell für Kinder entwickelten Aktivitätssensor.

Als ich bei einem Blogger-Event zum ersten Mal von dieser Neuerscheinung hörte, dachte ich zunächst allerdings nicht daran, dass mein Kind sich zu wenig bewegen könnte. Schließlich sind wir ständig draußen unterwegs. Doch mit einem Satz des Redners geriet ich ins Grübeln. Er meinte, Kinder seien zwar häufig mit ihren Eltern draußen. Dies würde jedoch noch nicht viel darüber aussagen, ob ein Kind dort auch ausreichend aktiv ist.

In den Wochen danach fiel es mir dann tatsächlich vermehrt auf. Der Kinderwagen, der Fahrradanhänger, die Sandkiste, Papas Schultern. Mein Kind immer sitzend und oft nörgelnd, wenn wir sie zum Laufen aufforderten. Ich musste folglich häufig an ReimaGO denken.

Ich erzählte meiner Schwester begeistert von ReimaGO und die erste Reaktion, die ich von ihr bekam, war Skepsis! Kinder mittels App und iPad oder iPhone zu mehr Bewegung animieren? Was soll so etwas? Neugierig genug, um ein wenig zu recherchieren, war sie dann aber doch und so machten wir, weil die Smartimaus noch etwas zu klein dafür ist, vornehmlich mit ihrer Tochter den Produkttest:

faules Kleinkind vs. bewegungsfreudige Schülerin

euphorische vs. zweifelnde Mama

Die Jacke
Von der Kleidung bin ich schon seit längerem ein großer Fan und spätestens seitdem das Päckchen mit der Testjacke und dem Sensor bei meiner Schwester ankam, gibt es in Berlin nun ein paar weitere. Die Nichte verliebte sich sofort in die kuschelige, warme Jacke. Sie enthält ein kleines Täschchen, in dem der Sensor bequem verstaut werden kann. Wie üblich bei den Produkten von Reima, ist sie schick und zeugt von einer hohen Qualität. Genau das, was Eltern von Funktionskleidung für ihre Kiddies erwarten.

Wer den Sensor ohne die spezielle Kleidung verwenden möchte, kann auch ein separates Armband erwerben oder den Sensor natürlich einfach in eine andere Hosen- oder Jackentasche stecken.

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Und die App?
Nachdem man die kostenlose App heruntergeladen hat, ist das Nutzerprofil schnell angelegt. Man tritt ein in eine kleine, niedliche und bunte Welt, in der ein kleines Männchen wohnt, das gerne seine Umgebung erkunden möchte. Dazu benötigt es jedoch die vom Kind über den Tag gesammelte Energie. Der Sensor zeichnet die Aktivität des Kindes auf (natürlich nur solange der Sensor am Mann Kind ist) und beim Einlesen in die App erhält das Männchen dadurch seinen Elan, quer durch die Landschaft zu marschieren. Je aktiver das Kind ist, umso weiter schafft es das Männchen beim Einlösen der Aktivitätspunkte durch ein Level. Kleine Abzeichen, Trophäen und Videos belohnen das Kind beim Erreichen der verschiedenen Checkpoints bzw. eines neuen Levels. Eltern wird die außerdem die Möglichkeit gegeben, reale selbst überlegte Belohnungen einzubinden (ein Eis, Besuch im Schwimmbad etc.).

Die tägliche Auslesung in Berlin ergibt zwischen 5 und fast 7 1/2 Stunden Aktivität. Am Rekordtag scheint das Schulkind ihre neue Lieblingsjacke nicht einmal ausgezogen zu haben. Dank Schulweg, Hofpausen, Nachmittagsaktivitäten auf dem Spielplatz und beim Zirkustraining kann man beim 7-jährigen Großstadtkind kaum von einem Bewegungsdefizit sprechen. Die App selbst scheint für die Nichte leider wenig aufregend. Sie hat mehr erwartet als ein Männchen, das sich einmal am Tag kurz bewegt. Entlang der Wege gibt es nichts weiter für sie zu entdecken. Das Belohnungssystem einzusetzen, um die App etwas aufregender zu gestalten, erscheint meiner Schwester jedoch nicht angebracht. Wozu auch, wenn das Kind sich nicht mal anstrengen muss, um 1 1/2 Level am Tag zu durchlaufen?! Der Sensor wird für daher bereits nach wenigen Tagen uninteressant. Zu Recht ist meine Schwester der Auffassung, dass dieses System in ihrer Familie wohl nicht richtig aufgehoben ist. Ich denke, man kann es ihr auch nicht verübeln, dass sie aufgrund eines bewegungsfreudigen Energiebündels sogar ganz froh darüber ist, so etwas nicht zu benötigen.

Die Idee, Eltern dabei zu unterstützen, den Bewegungsdrang ihrer Kinder zu fördern und kleine Couchpotatoes spielerisch vom Sofa zu locken, finden wir natürlich toll. Dennoch sind wir beide der Meinung, dass eine niedliche App allein wohl kaum ausreicht um Bewegungsmuffel dauerhaft zu mehr Bewegung zu motivieren. Hier sind Eltern als Vorbilder und Motivator gefragt. Noch schwieriger wird es unserer Auffassung nach bei größeren Kindern (+10 Jahre) mit einem Bewegungsdefizit. Auf der Homepage bietet Reima bereits ein paar Tipps für Eltern an. Ich würde mir mehr davon, vielleicht sogar in die App integriert, wünschen.

Wir werden das Projekt in jedem Fall weiter verfolgen und wenn die Smartimaus alt genug für ReimaGo ist, dann ist die App bestimmt auch bereit für uns. Bis dahin werde ich mein Kind fleißig selbst motivieren, sich mehr zu bewegen. Ein paar Ratschläge dazu erhaltet ihr in Kürze in einem separaten Beitrag.

Ein Gedanke zu “Mehr Bewegung im neuen Jahr – Gute Vorsätze mit ReimaGO

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