Wir sind VIER – unser erster Monat

Was??? Einen Monat lang wohnt das Karlchen nun schon bei uns? Da wird es aber höchste Zeit, dass ich euch mal ein wenig von unseren ersten gemeinsamen Tagen daheim berichte.

Unser Start ins Familienleben zu viert gestaltet sich wirklich holprig und aufgrund unseres Umzugs kann ich heute nicht wirklich davon sprechen, dass es einen Alltag bei uns gibt. Aber was wäre schon ein Bericht von mamAhoi ohne ein wenig Chaos, richtig?


4 Wochen Mami&Baby

Das Karlchen hat sich in den letzten Wochen wirklich prächtig entwickelt. Sie hat satte 700g zugenommen und ihrem süßen, runden Gesicht kann man dies auch deutlich ansehen. Von den Sorgen, sie könne zu klein und leicht sein, wurden wir zum Glück sofort nach der Geburt befreit. Ein Hoch auf die Technik. NICHT.

In den ersten zwei Wochen war sie die Ruhe selbst. Es gab nur einen Grund für Alarm und der hieß HUUUNGER! Seitdem sie allerdings tagsüber mehr wach ist, haben wir in den Abendstunden ordentlich Dauerbeschallung, denn die kleine Maus verarbeitet ihren Tag vornehmlich mit stundenlangem, herzzerreißendem Schreien.  Zwischen 1-3 Stunden heißt es dann zwischen Umzugskartons durchs Haus tragen, schaukeln, stillen und repeat, bis irgendwann Ruhe einkehrt. Und das jeden Tag. Den Schnuller findet sie bisher total doof. Zur Beruhigung hilft, wenn überhaupt, nur die Milchbar und manchmal Mamas kleiner Finger – wehe es ist der von Papa. Ich bin gespannt, wie lange das anhält. Natürlich bringt so ein Umzug auch viel Unruhe für so ein kleines Baby mit sich und ich hoffe auf ein wenig Besserung, wenn wir uns den Alltag nun langsam zurück erobern.

Ich selbst habe die Geburt gut überstanden, war nach einem Tag im Krankenhaus wieder daheim und fühlte mich auch schnell wieder fit. Da musste ich im Umzugswahn immer wieder von meiner Hebamme daran erinnert werden, dass ich mich gefälligst noch zu schonen habe. Jetzt, drei Tage nach dem Umzug, bekomme ich auch die Quittung fürs nicht hören, denn ich liege mit dem Karlchen im Bett und mache eine kleine Zwangspause. Der Beckenboden schmerzt und einen Milchstau konnte ich hoffentlich gerade noch verhindern.

Mein größtes Problem ist bis heute die viele Milch, mit der ich gefühlt noch eine Frühchenstation versorgen könnte. Luxusprobleme denkt ihr??? Dann habt ihr keine Ahnung, welche Schmerzen so ein Milchstau mit sich bringt. Salbeitee, „Zwangsfütterung“, etwas Phytolacca und im Notfall abpumpen haben bisher ganz gut geholfen. Bei der Smartimaus war ich leider noch nicht so schlau. Da hatte sich das Stillen leider, trotz der vielen Milch, nach mehreren Entzündungen schnell erledigt.

Ansonsten geht es mir gut und ich bin erstaunt über mich selbst, wie gut ich mit den Schreiphasen vom Karlchen klarkomme ohne durchzudrehen – ganz anders als beim ersten Kind. Da habe ich papAhoi regelmäßig von der Arbeit nach Hause zitiert, weil ich das Schreien einfach nicht mehr ertragen konnte. Wo damals noch so viel Unsicherheit herrschte, ist dieses Mal von Beginn an ganz viel Platz für die große Liebe und anscheinend viel mehr Ruhe.


Das Alleinsein mit zwei Kindern bereitet mir allerdings noch immer eine Höllen-Panik. Jeden Tag, wenn papAhoi aus dem Haus geht und niemand zu Besuch da ist, hat mein Kopfkino mir schon die schlimmsten Szenarien prophezeit. Ich hoffe der Alltag wird dafür sorgen, dass diese Angst verschwindet. Oder es muss wirklich mal einen Katastrophentag geben, damit ich danach weiß, dass wir auch den überstehen und uns trotzdem alle noch lieb haben.

4 Wochen große Schwester

Tja, die Smartimaus. Mein großes Mädchen. Alle haben es gesagt und sie hatten natürlich Recht. Sie wirkt auf einmal wirklich riesig und papAhoi und ich müssen uns regelmäßig gegenseitig daran erinnern, wie klein sie eigentlich noch ist und wie schwer die momentane Situation für sie ist. Ein Baby, der Umzug, ständig Besuch wegen dem Baby und dem Umzug. Außerdem verbringt sie doch viel Zeit mit den Omas und Opas, damit papAhoi und ich irgendwie dazu kommen, das Umzugschaos schnellstmöglich zu beseitigen.


Sie zickt schon ein wenig mehr rum als noch vor ein paar Wochen und sucht nach unserer Aufmerksamkeit. Das alles finde ich aber nur verständlich. Wie oft erwische ich mich schließlich dabei, wie ich ihr nur halb zuhöre oder anderweitig beschäftigt bin?! Sie hilft wo sie kann, ist immer lieb und entzückend zu ihrer kleinen Schwester. Sie ist geduldig, wenn ihre Schwester der Grund für Verzögerungen oder Unterbrechungen von gemeinsamen Aktivitäten ist. Eigentlich ist sie genau die Schwester, die ich mir für Karli auch gewünscht habe.

Und der Hahn im Korb?

Der kümmert sich rührend um uns. Er bleibt morgens noch etwas länger zu Hause, damit ich nicht beide Kinder fertig machen muss, geht mit den Kindern raus, wenn ich fast im Stehen einschlafe und ist im Allgemeinen sehr aufmerksam. Ich könnte sofort über ihn herfallen, wenn ich ihn zusammen mit unseren Mädchen sehe. Er macht seinen „Job“ also scheinbar ziemlich gut.

Beim nächsten Update sind wir hoffentlich gut in unserem neuen Heim angekommen und ich kann euch dann von noch mehr Geschwisterplüsch sowie einem sonnigen, geregelten Alltag berichten. Wie lange hat das bei euch so gedauert? Und habt ihr vielleicht Tipps für den Alltag?

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