Camping bei Schietwetter – Ideen und Tipps gegen schlechte Laune

Wer in Deutschland campt, darf sich nicht darauf verlassen, dass es jeden Tag Sonnenschein gibt, nur weil laut Kalender Sommer ist. Wer hier seinen Urlaub verbringt, muss auch in den Monaten Juli und August mit jeweils ca. 10 Regentagen rechnen.

Eine Reise in eine warme, regenarme Region kam in diesem Jahr für uns nicht in Frage. Obwohl wir sonst eindeutig zu den „Schönwetter-Campern“ gehören, wollten wir den Urlaub aber auch nicht ausfallen lassen. Also haben wir es trotz der hohen Wahrscheinlichkeit auf Regen, Gewitter und kühle Temperaturen auch mal für einen längeren Zeitraum an unsere geliebte Nordsee gewagt.

Die Regentage dort haben wir tatsächlich ohne schlechte Laune verbracht und trotz des wechselhaften Wetters hatten wir einen tollen Familienurlaub. Damit auch bei euch die Stimmung nicht kippt, nur weil es regnet, habe ich hier ein paar Tipps gesammelt.

  • Regenklamotten für die ganze Familie. Aus unserer ersten Pleite bei einem Kurzurlaub an der Ostsee haben wir einiges gelernt. Nicht nur für die Kinder ist die richtige Kleidung unerlässlich. Gummistiefel, Regenhosen, wetterfeste Jacken, Mützen und ggf. ein regenfestes Tragecover, damit auch das Baby im Tuch mit nach draußen kann. Eine gute Ausstattung macht aus dem ein oder anderen verregneten Tag trotzdem ein Outdoor-Erlebnis bei guter Laune.
  • Vorbereitung ist wichtig! Ja, diese Worte aus meinem Mund meiner Feder. Ich habe mir bereits im Vorfeld eine Liste mit mögliche Aktivitäten bei schlechtem oder mäßigem Wetter gemacht (Öffnungszeiten, Entfernung, besondere Highlights). Es nervt sonst tierisch, wenn beim Frühstück schon schlechte Laune aufkommt, weil man bei schlechter Internetverbindung und miesen Ortskenntnissen auf die schnelle keine alternativen Pläne zum Strandbesuch schmieden kann. Vielleicht achtet ihr ja sogar bei der Platzwahl auf spezielle Angebote für Kinder.
  • Gönnt euch was! Am meisten nervt mich beim Regenwetter, dass alles klamm ist und selbst die Handtücher zum duschen nicht mehr richtig trocknen. Da geht dann auch meine Laune schnell den Bach runter. Was hilft? Die meisten Campingplätze haben heute einen Waschraum mit Trockner. An manchen Tagen war mir ein trockenes Handtuch die 2,50€ allemal wert.
  • Dazu passend kommt gleich ein weiterer Tipp. Geht abends spät, am besten vorm schlafen, duschen. Oftmals ist dann nicht mehr so viel los im Waschhaus und ihr könnt eine schöne heiße Dusche genießen. Zu den Stoßzeiten ist es ja doch öfter mal „nur“ warm.
  • Wollsocken im Sommerurlaub? Auf jeden Fall. Nach einem nassen Tag hilft nichts besser, um warm in der Koje zu werden.
  • Lasst die Kinder mal machen. Wenn eure Kinder trotzt Regen raus wollen, dann lasst sie unbedingt. Ich bin mit der Smartimaus eine Runde über den Campingplatz spaziert um in Pfützen zu patschen und war total baff, was für lustige Ideen andere Kinder bei diesem Wetter hatten. In den Regenklamotten wurde sich unter den Outdoorduschen amüsiert und die tatsächliche Wettertauglichkeit geprüft. Gräben in der Sandkiste wurden ausgehoben und im wahrsten Sinne im Regen getanzt. Es war einfach herrlich, sie zu beobachten und Smarti hat sofort mitgemacht und sich gefreut.
  • Es muss nicht an jedem Urlaubstag Action, Highlife und Konfetti herrschen. Wir haben auch einfach mal einen Gammeltag mit (Hör-) Büchern, TipToi, Kuscheln und kleinen Spaziergängen eingelegt. Langeweile kann zwischendurch tatsächlich mal ganz schön sein.
  • Die Bastelkiste. Die Idee habe ich von meiner Schwester und sie kann wirklich den Tag retten. Eine Standardausstattung an Bastelsachen für einen eher gemütlichen Nachmittag sollte Platz im Reisegepäck finden. Vielleicht nehmt ihr ja sogar schon die ein oder andere Idee und entsprechende Utensilien mit in den Urlaub. Wir haben aus Stöcken und etwas Wolle einen Stern gebastelt und an Karlis MaxiCosi gehängt. Die fand ihr neues DIY-Mobile sogar ganz toll. Ihr könntet aber auch ein Boot bauen, das ihr danach in den Pfützen auf dem Campingplatz schwimmen lasst.

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  • Apropos Pfützen. Wie viele mag es davon wohl auf dem Campingplatz geben nach einem ordentlichen Guss? Bei uns ist gerade das Zahlen- bzw. Zählfieber ausgebrochen. Es gibt so viele Wege auf dem Platz. Da kann man gut mal die ein oder andere halbe Stunde mit Pfützen zählen verbringen. Oder man trennt sich, geht den Parallelweg des anderen und am Treffpunkt hat derjenige gewonnen, auf dessen Weg die meisten Pfützen waren.
  • Ist es zum sonnen einfach mal zu ungemütlich am Strand, weil es dort zu windig oder einfach noch zu nass vom  längeren Regen ist, hilft ein Gefährte garantiert. Smarti hat in Urlaub ihren ersten eigenen Drachen bekommen und fand es total toll, zusammen mit papAhoi über den leeren Strand zu rennen. Jeder mit seiner Strandmatte an der Leine. So mussten wir dem Strand nicht mal an Schlechtwetter-Tagen den Rücken kehren.

Bei vielen von euch haben die Ferien ja gerade erst angefangen. Vielleicht kommen meine Tipps da ja gerade noch rechtzeitig vor eurem Urlaub. Natürlich wünsche ich euch allen aber nur das schönste, sommerliche Urlaubswetter!

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